Zoff im Rathaus

Schlägt`s jetzt dreizehn? – Die Wahl der dreizehn Ausschussvorsitze macht Probleme

von Joachim Sombetzki

Hier gibt es, wie in dem neuen isso.Artikel von mir versprochen, die Tabellen über die Berechnungen der Ausschussvorsitze nach den Berechnungsmodellen gemäß d’Hondt in den verschiedenen Fallkonstellationen:

  1. Ohne Zählgemeinschaften nach Fraktionsstärke in Ratssitzen (RS) gemäß Kommunalwahl – Gesetzesmodell nach Gemeindeordnung (GO NRW):

SPD 31 RS — CDU 20 RS — GRÜNE 11 RS — AfD 11 RS — FDP 3 RS —
WIN 3 RS — LINKE 3 RS
n.r. = nicht relevant

SPD CDU GRÜNE AfD FDP WIN LINKE
31:1=31 (1) 20:1=20 (2) 11:1=11 (4 Los) 11:1=11 (5 Los) 4:1=4 3:1=3 3:1=3
31:2=15,5 (3) 20:2=10 (7) 11:2=5,5 (12 Los) 11:2=5,5 (11 Los) 4:2=2 3:2=1,5 3:2=1,5
31:3=10,3 (6) 20:3=6,6 (9) 11:3=3,6 11:3=3,6 n.r. n.r. n.r.
31:4=7,7 (8) 20:4=5 n.r. n.r. n.r. n.r. n.r.
31:5=6,2 (10) 20:5=4 n.r. n.r. n.r. n.r. n.r.
31:6=5,1 (13)            
SPD = 6 CDU = 3 GRÜNE = 2 AfD = 2 0 0 0

2. Mit zwei Zählgemeinschaften + Gruppe – Modellrechnung mit der Gruppe DiePARTEI, die von der Verwaltung nicht anerkannt wurde.
=> Weil gemäß Gemeindeordnung (GO NRW) nur Fraktionen beteiligt werden dürfen: „bestimmen die Fraktionen die Ausschußvorsitzenden“ (§ 58 Abs. 5 GO NRW) <=

  1. SPD/CDU/GRÜNE =31+ 20 + 11= 62 2. WIN/LINKE (+DiePARTEI) 6 + 2 = 8
    n.r. = nicht relevant
SPD/CDU/GRÜNE AfD FDP WIN/LINKE(+PARTEI (2)
62:1=62 (1) 11:1=11 (6) 4:1=4 n.r. 8:1=8 (9)
62:2= 31 (2) 11:2=5,5 n.r. 4:2=2 n.r. 8:2=4 n.r.
62:3=20,6 (3) 11:3=3,6 n.r. n.r. n.r.
62:4= 15,5 (4) n.r. n.r. n.r.
62:5= 12,4 (5) n.r. n.r. n.r.
62:6= 10,3 (7)      
62:7= 8,8 (8)      
62:8= 7,7 (10)      
62:9= 6,8 (11)      
62:10= 6,2 (12)      
62:11=5,6 (13)      
SPD = 6
CDU = 3
GRÜNE = 2
AfD = 1   WIN = 1
An diesem hypothetischem Rechenbeispiel lässt sich gut erkennen, dass die 2 Sitze von DiePartei der WIN/LINKE nicht zu einem weiteren Sitz verhelfen, selbst wenn die FDP nicht in der großen Zählgemeinschaft mit macht.

3. Die tatsächliche Konstellation mit zwei Zählgemeinschaften plus AfD:
1. SPD/CDU/GRÜNE + FDP = 66, sowie 2. WIN/LINKE = 6,
sowie der Fraktion der AfD = 11
Das Modell ergibt kein anderes Ergebnis der Ausschussvorsitz-Verteilung auf die Fraktionen als mit der Gruppe DiePartei.

SPD/CDU/GRÜNE/FDP AfD WIN/LINKE
66:1=66 (1) 11:1=11 (Los 6/7) 6:1=6 ( Los 12/13)
66:2= 33 (2) 11:2=5,5 n.r. n.r.
66:3=22 (3) n.r. n.r.
66:4= 16,5 (4) n.r. n.r.
66:5= 13,2 (5) n.r. n.r.
66:6= 11 ( Los mit AfD 6/7)    
66:7= 9,4 (8)    
66:8= 8,2 (9)    
66:9= 7,3 (10)    
66:10= 6,6 (11)    
66:11= 6 (Los 12/13 mit WIN)    
66:12 = 5,5 n.r.    
SPD = 6
CDU = 3
GRÜNE = 2
AfD = 1 WIN = 1
n.r. = nicht relevant

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