Roma als Nachbarn in GE

Gelsenkirchen. Vergleicht man die Berichte über die Situation in Magdeburg-NeueNeustadt vom Herbst 2017 und gestern in Gelsenkirchen-Schalke, fällt auf, dass es bei dem jeweils gezeigten gesellschaftlichen Engagement – nicht nur, aber auch – um politische Präsenz der Parteien bei dem Thema geht.

So muss für Schalke die Frage erlaubt sein, warum die Veranstaltung von der Partei der GRÜNEN durchgeführt wurde, und nicht vonseiten der Stadt/Präventionsrat Schalke.

Fragt man die Betroffenen, so fällt auf, dass mir ein Bekannter, der auch bereits vom ZDF interviewt worden war, erzählt hatte, dass die Vielzahl an Kindern auf engstem Raum auffällig sei. Hierzu wurde in der Veranstaltung jedoch nicht geantwortet.

Wer möchte, kann sich daher die Antwort vom Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) aus dem ZEIT-Artikel nehmen, wo er sagt, es sei schwierig etwas nachzuweisen: „Sie haben gesagt, sie könnten das nicht überprüfen für den Bürgermeister, sie hätten genug zu tun.“

Wenn der engagierte Uwe Gerwin für die Stadt Gelsenkirchen allerdings sagt:

„Wir können noch besser werden“, zeigte er sich für die Stadtverwaltung zuversichtlich.“,

lässt das hoffen, dass dies – nicht nur, aber auch – den Bereich der Zusammenarbeit der öffentlichen Stellen, zumal mit der Polizei, in Bezug auf die Probleme der Bewohner vor Ort betrifft.

Alldieweil sich AWO, Diakonie und LaLok-Libre-Mitarbeiter angeboten haben in Konfliktfällen zu vermitteln, fragt sich, ob dies nicht eher zu einer Verkomplizierung der Lösungswege aufgrund Verwischung von Zuständigkeiten führen würde.

Zur Lösung trägt jedenfalls bei, dass man sich zusammensetzt und die Problemsituationen bespricht. Natürlich gehört dazu auch Solidarität der Nachbarn. Wie im ZEIT-Artikel dargestellt, ist die fehlende Solidarität von Nachbarn, weil sie auf der anderen Straßenseite wohnen und nichts davon mitbekommen was sich im gegenüberliegenden Viertel tut, wenig hilfreich. Ein Zusammentun der Betroffenen – auch aus anderen Stadtteilen – gegenüber den öffentlichen Stellen ist sicherlich dienlich, was durch das Treffen in dieser Woche möglich geworden ist.

Es waren schließlich nicht nur Schalker, sondern auch betroffene Nachbarn aus anderen Stadtteilen an diesem Abend im Katharina-von-Bora-Haus anwesend, um die auftretenden Problemlagen in einer mehr als zwei Stunden dauernden Veranstaltung in angenehm sachlicher Art in Ruhe zu besprechen. Was allen Beteiligten Hoffnung und Mut gegeben haben sollte, dass sich in absehbarer Zeit etwas zum Guten wendet und ein Leben in gegenseitiger nachbarschaftlicher Rücksichtnahme zurückkehrt. (JS)


Infoseite der Stadt Gelsenkirchen aus 2017 mit Kontaktdaten

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