Lebensqualität in Gelsenkirchen – weitere Meldungen

Gelsenkirchen. Als Rückmeldung in Facebook wurde gefordert, meinem Vorschlag zu folgen und die Strohmeier-Studien zu lesen.

Natürlich, so möchte ich ergänzen, müsste die Stadt alle Studien von ihm, die in den Schubladen liegen, auch öffentlich machen, soweit das noch nicht geschehen ist.

Im Übrigen möchte ich weitere Zitate anführen, die in früheren Jahren auf die schlechte Lage Gelsenkirchens durchaus deutlich hinwiesen:

  • In der Familien-Zufriedenheitsstudie 2006 gibt es eine Stelle mit einem Vergleich zu anderen Städten; der fällt ähnlich aus, wie die ZDF-Studie: „Im Städtevergleich sind Gelsenkirchener Familien, wie auch bereits bezüglich der Wohnsituation dargestellt, deutlich unzufriedener mit ihrem Wohnumfeld als Familien der anderen Modellkommunen.“ (S. 121 dig.)
  • Auch Henriette Reker hat als Kämmerin in einem Haushaltsbericht Vergleichbares festgestellt: „Es ist zu konstatieren, „dass die Standards der Aufgabenerfüllung in Gelsenkirchen z.T. weit unter den Vergleichstädten lagen.“ Und: “Es ist daher festzustellen, dass das Angebot kommunaler Leistungen für die Bürger gegenüber dem Landesdurchschnitt, aber auch im Vergleich mit Kommunen ähnlicher Finanzsituation deutlich geringer ausfällt.” (Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes 2010-2013, Drs. 09-14/516, Pkt. 4.1, H. Reker, S. 9/10)

Weitere Auszüge aus dem Familienbericht 2006:

  • Finden unter Alleinerziehenden und Kinderreichen „mehr als die Hälfte nicht, dass Gelsenkirchen eine kinderfreundliche Stadt ist. Insgesamt ist das im Vergleich der Modellkommunen die schlechteste Bewertung.“ (S. 138)
  • „Es zeigt sich, dass die Übergangsquoten der Gelsenkirchener Kinder sehr stark von ihrer Staatsangehörigkeit beeinflusst sind.“ (S. 139)
  • „Eine ganze Reihe sozialwissenschaftlicher Untersuchungen haben nachgewiesen, dass sich Armut, aber auch der längerfristige Bezug von sozialstaatlichen Transferleistungen oder längere Arbeitslosigkeitsphasen der Eltern negativ auf die Bildungsbeteiligung und den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen auswirken können.“ (S. 143)
  • Strukturen in Verwaltung verändern und Kooperationen herstellen, „um strukturellen Rücksichtslosigkeiten entgegenzuwirken“ (S. 158) Bitte lesen, weil diese Hinweise auf andere Bereiche übertragen werden können, wenn es darum geht, „alle auf kommunaler Ebene vorhandenen Potenziale erschließen zu können“.
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