Geplantes Scheitern als wesentlicher Teil funktionierender Verwaltung

Gelsenkirchen. In einer Sitzung im Rathaus im Jahr 2016 hörte ich zum ersten Mal von einem Stadtverordneten der GRÜNEN vom Peter-Prinzip. Ich kannte es nicht, und war neugierig zu erfahren, was die Runde im Ratssaal so belustigte, als der GRÜNEN-Vertreter am Rande der Diskussion dieses Bonmot erwähnte. Damals ging es noch um den Jugendamtskandal.

Nachdem ich das Peter-Prinzip bei Wiki nachgelesen hatte, und meine es verstanden zu haben, denke ich, die gesellschaftspolitische Diskussion in Gelsenkirchen rund um die BÄDERFRAGE sollte sich angesichts der Kritik aus Reihen von CDU und GRÜNEN auch mit diesem Aspekt befassen.

Dass mit Christina Totzek eine weitere CDU-Vertreterin meint, dass die Bürgerbeteiligung² durch „Trödeln“ systematisch verhindert werden solle, wenn ich ihren Facebook-Eintrag¹ richtig verstanden habe, gibt nebenbei Anlass zur Beschäftigung mit der von mir aufgeworfenen Frage, inwieweit die SPD – sprich der OB – mit Klaus Rostek den falschen (richtigen) Mann als Leiter der Bäderkommission ausgewählt hat; und welche Regeln die Gemeindeordnung NRW für ein derartiges Führungsverhalten mit der Tendenz einer Verhinderungsstrategie eines Ratsbürgerentscheids nach § 26 GO NRW vorsieht.

Angesichts der von mir zuletzt aufgeworfenen Fragen rund um die Ernennung des Leiters Klaus Rostek steht am Rande der Begriff der „vergifteten Beförderung“ zur Diskussion. Dabei geht es m.E. hauptsächlich um die Frage, welchen negativen Nutzen der Abzug von Klaus Rostek als Büroleiter von Dezernentin Berg für deren erstes Jahr in der Führungsverantwortung rund um die Neupositionierung von Verwaltung im Zuge des Jugendamtskandals produziert.


¹  „In der gestrigen Sitzung des Sportausschusses wurde über die Vorlage der Verwaltung zum Bäderkonzept diskutiert. Unser sportpolitischer Sprecher Guido Tann hat meine Kritik unterstützt, dass die Verwaltung auf Zeit spielt: Seit unserem Beschluss Anfang Dezember wurden nun erst Arbeitskreise in der Verwaltung eingerichtet. Das hätte aus unserer Sicht schon längst passieren müssen. Es sollte nicht geprüft werden, OB sondern WIE ein Ratsbürgerentscheid umgesetzt werden kann. Die Bürgerinnen und Bürger müssen beteiligt werden! Mit dem Trödeln wird die Chance vertan, den Ratsbürgerentscheid kostengünstig mit einer der beiden Wahlen in diesem Jahr durchzuführen.“ Christina Totzeck      9. Februar um 09:09

² „Wir bleiben ganz klar dabei, dass dieses Generationenprojekt auf solide Bürgerbeteiligung gestützt sein muss. Verwaltung und Mehrheitsfraktion sollen das bitte endlich einsehen und nicht glauben durch Zeitspielerei und Nebelkerzen in diesem wichtigen Wahljahr wichtige Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger über die Zeit zu verschleppen“, erklärt Totzeck weiter.“

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