MRSA in Einrichtungen – Fortschritte in GE?

Gelsenkirchen einst/jetzt. Wenn man bedenkt, dass noch vor Jahren die damalige Sozialdezernentin H. Reker im Sozialausschuss das „mangelhaft“ hinsichtlich der Hygiene als Testergebnis der städtischen Prüfer mit dem Aus-dem-Hut-zaubern einer Ärztin des Gesundheitsamtes entgegnete, die vor dem Ausschuss aussagte, dass sich mit „Händewaschen“ die Hygiene nicht verbessern ließe, ist tatsächlich ein Fortschritt dahingehend zu verzeichnen, dass dergleichen heute wohl nicht mehr behauptet würde.

Ob allerdings die Hygienefachkräfte in den Einrichtungen in ausreichender Anzahl und Qualität vorhanden sind, beschreibt die aktuell brennende Fragestellung, die an dieser Stelle – für die Stadt Gelsenkirchen – von Seiten der WAZ in ihrem Bericht negiert wird.

So verschieben sich die Aspekte. Der heillose Zustand ist für die Betroffenen gleich erbärmlich.

Jeder kennt einen MRSA-Toten in seinem sozialen Umfeld

GEmeinsam würde bedeuten, dass es einen Plan für GE gibt, über den informiert wird, welches die einzuhaltenden Leitlinien sind.

Wer kennt in GE in seiner Verwandtschaft nicht jemanden, der im Zuge seiner medizinischen Versorgung sich in einer Einrichtung des Gesundheitswesens mit MRSA infiziert hat, und daran gestorben ist. Jedes Mal, wenn ich darüber aus meiner Familie erzähle, meldet sich spontan jemand.

Ich sach mal: Schaut man auf die Website der Stadt GE zum Thema, sieht man, dass die Stadt keinen Plan hat, auf den sie hinweist.

Allein in DO ist das grundsätzlich anders; im Ansatz erkennbar übersichtlicher geplant. „Management“ scheint dort kein Fremdwort zu sein. Dazu würde auch die Compliance der Hygiene – inklusive der Händedesinfektion von Behandlern und Gästen – gehören. Aufklärung findet sich hierzu auf der GE-Infoseite nicht.

Aktuelle Themen: Hygienefachkräfte und blindes Behandeln

Dass bedeutet ebenfalls nicht, dass die Hygienefachkräfte-Lage in Dortmund besser wäre, die für eine effektive Versorgung notwendig ist, wie das Robert-Koch-Institut in einem Bericht jüngst fordert.

Darüber hinaus bedarf es laut gestrigem Bericht des WDR in Westpol in den Einrichtungen eigener Untersuchungslabore, damit die blinde Behandlung mit Antibiotika auf Verdacht in den ersten Tagen bis zum Eintreffen der Testergebnisse aufhört.

Dieser Mangel in der Diagnose – wie alle weiteren Mängel in der MRSA-Behandlung – wird weitere Anstrengungen nötig machen. Und immer schön dran denken:

Schauen sie auf Frage 10 und Antwort 9d: Wer sich vor und nach Nähe zum Patienten die Hände wäscht, schützt.
Schauen sie auf Frage 10 und Antwort 9d: Wer sich vor und nach Nähe zum Patienten die Hände wäscht, schützt.

Händewaschen für mindestens 30 sec. – sonst hilfst nicht.

Ach ja, und ein bindender Plan für die Einrichtungen vor Ort wäre nicht schlecht. Vielleicht macht das Gesundheitsamt für den Sozialausschuss mal einen Bericht über den aktuellen Stand der Dinge vor Ort. Wäre wohl nicht schlecht, um einen Einblick in die fehlenden Notwendigkeiten zu bekommen.


Weitere Infos

Empfehlungen der Kommission für Kranken­haushygiene und Infektionsprävention (KRINKO)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s