Bericht offenbart eine erschreckend naive Stadtführung in Horster Krankenhausfrage

Gelsenkirchen-Horst/Essen/Münster/Düsseldorf. In einem Bericht der WAZ vom 24.12.2016 stellt der nichtgenannte Autor, vor allem mit der abschließenden Fragestellung, eine Stadtführung aus Oberbürgermeister und Sozialdezernent als naiv dar, wenn er schreibt:

„Die drei Krankenhäuser stellen die Versorgung der Bevölkerung „vor Ort“ sicher.“ Auf die Erklärung der KKEL, wie die Versorgung vor Ort in Horst sichergestellt wird, wartet die Stadt mit Spannung.“

Diese Aussage, die Stadt erwarte mit Spannung eine dahingehende Erklärung für die Horster Bevölkerung, macht auf erschreckende Weise klar, dass hier die Grundzüge der Krankenhausplanung 2015 in NRW nicht bekannt zu sein scheinen.

Bekannte Unbekannte?!

Als den wichtigsten Aspekt will ich mal nur herausstellen, dass Gelsenkirchen insgesamt zum Versorgungsgebiet 8 gehört, das mit Bottrop, Gelsenkirchen und dem Kreis Recklinghausen ein großes Gebiet umfasst. Der Zugang zu einem Krankenhaus soll innerhalb von 20 km sichergestellt werden, so der Krankenhausplan (pdf). Damit wäre die Frage beantwortet; da es im Versorgungsgebiet 8 insgesamt 19 Krankenhäuser gibt, wobei mehrere von Horst aus versorgungsnah erreichbar sind.

Als weiteren Aspekt, weil er in dem WAZ-Artikel genannt wird, kommt es im Übrigen auf die bestehende Notfallversorgungssituation eines Krankenhauses im Hinblick auf einen Bestandsschutz eines Krankenhauses nach Krankenhausplan nicht an. Auch das sollten die Verantwortlichen wissen.

Krankenhausplanung und Controlling des Trägers im Bistum

Krankenhäuser im RB Münster

Von Seiten des Bistums Essen jedenfalls gibt es eine Präsentation, die auf 35 Folien die anstehenden Krankenhausschließungen kleiner Häuser seit 2013 beschreibt.

Den K&D-Vortrag sollten sich alle Beteiligten (OB, Sozialdezernent und WAZ-Autor) vielleicht mal anschauen, bevor sie sich weiter an die Öffentlichkeit mit Informationen wenden, die nicht tragfähig sind und nur zur Verunsicherung beitragen, die Stadtführung wüsste nicht, worum es eigentlich im Kern der Sache tatsächlich geht.  Oder wollte der Autor der WAZ nur diesen Eindruck erwecken, dass dem so sei?

Für die Folgenutzung des Gebäudes, wie in Resse, besteht allerdings nachvollziehbarer Gesprächsbedarf. Wenn der Artikel dazu dienen sollte, das Bistum diesbezüglich unter Verhandlungsdruck zu setzen, dürfte das angesichts der fehlenden Tragkraft der dargelegten Fakten kaum gelungen sein. Das Projektmanagment der K&D für das Bistum dürfte sich durch derartige Finten nicht so leicht beeindrucken lassen, wenn das die Absicht gewesen sein sollte.

Die Krankenhausaufsicht in Münster dürfte mehr zum Fall beitragen können, falls weitere Fragen bestehen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s