SPD als Hüter des Leitgedankens der Demokratisierung?

Gelsenkirchen. Günter Pruin (SPD) sieht sich missverstanden. Seine Sichtweise verdeutlicht er noch einmal gegenüber Hr. Pothoff von der WAZ.

Gemessen an seinen Aussagen müsste man das Musiktheater, ob seines Programms  und seines symbolischen gesellschaftlichen Stellenwertes rundum mit Bäumen bepflanzen.

Ruhnau Bäume als Pausenvorhang; Symbole für gescheiterte Demokratisierung und Neuorientierung der Stadtgesellschaftlichen Bedarfe
Ruhnau. Bäume als Pausenvorhang; Symbole für gescheiterte Demokratisierung und Neuorientierung der Stadtklimaziele

Auch um zu verdeutlichen, dass sich die Akzente verschoben haben. Kultur und SPD-Politik schaffen keine Transparenz in den städtischen Raum.

Es bedarf hingegen einer anderen Zielsetzung, einer Verschiebung in Richtung Stadtklimaschutz. Das MiR sollte daher mittels der rundum angepflanzten Bäume – im Sinne Ruhnaus (S. 54) – eine Art Pausenvorhang erhalten, um die ursprünglichen Aspekte sichtbar neu zu gestalten, und um zu demonstrieren, dass der Leitgedanke der Demokratisierung durch die veraltete Dominanzpolitik der SPD (vorzeitige Auflösung des Jugendamtskandal-Ausschusses, Nichteinhaltung von Terminabsprachen zum Bürgerhaushalt) obsolet geworden ist.

Möglicherweise hatte Architekt Ruhnau zudem bezogen auf das Musiktheater noch andere Programminhalte im Kopf. Ursprünglich sollte auch kritisches Schauspiel nach Art von Ionesco, Brecht und Co. die Menschen demokratisieren. Das gibt es möglicherweise jetzt auf der städtischen Bühne zum Ebertstraßen-Umbau. Eine Bürgerinitiative soll sich bereits zum Erhalt der Bäume gegründet haben.

Was heute aus dem MiR-Programm geworden ist, reicht bald nicht einmal mehr für den Mittelstand, der immer weiter in die Bedeutungslosigkeit abrutscht, bis er bald nicht mehr am aktiven Gesellschaftsleben teilhaben wird. Man vergleiche dazu nur die Forderung von Prof. Enste vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln zum bedingungslosen Arbeitslosengeld wegen Industrie 4.0, anlässlich der derzeitigen Landtagsanhörung zum Bedingungslosen Grundeinkommen am 27.10.2016.

Dass gerade Günter Pruin (SPD) sich auf den Leitgedanken der Demokratisierung beruft, um die Herrschaftstruktruren aus einer Dominanzpolitik der SPD einer Stadtgesellschaft, die andere Prioritäten des Stadtklimas setzt, aufzuoktroyieren, darf als Treppenwitz der Stadtgeschichte angesehen werden.

PS

Leserbrief Matzkowski in der WAZauf den sich Günter Pruin in seiner Rede in der Ratssitzung in seiner Lesart selektiv bezieht.

Weitere Leserbriefe in der WAZ zum Thema

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s